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Fabelei Berlin

Kyffhäuserstr. 21, 10781 Berlin

Die Fabelei ist die schönste und inspirierendste Neueröffnung der Berliner Barszene in diesem Jahr. Dem jungen, kreativen Team gelingen außergewöhnlich gute und originelle Cocktails, die sich sonst selten oder gar nicht finden. Gute Cocktails bekommt man an einigen Orten, doch die Aufmerksamkeit, Sensibilität und Gastlichkeit, mit der wir in der Fabelei bedient werden ist, wenn der Kalauer gestattet ist, einfach fabelhaft.

Gekostet haben wir einig Drinks. Keiner war auch nur mittelmäßig. Besonders beeindruckt hat uns zum Beispiel der „O-MIO„, bestehend aus Linie Aquavit, Pierre Ferrand Dry Curacao, Valdespinio Isabela Sherry, Cold Brew Coffee. Klingt kurios und schmeckt großartig.

Schwerer Stoff ist der Alaska (Gin, Sherry, Chartreuse, Orange Bitters) – am besten in kleinen Schlucken genießen. Empfehlenswert zu existenzialistischen Gesprächen oder leichten Plaudereien.

Unser Highlight aber ist der Game Changer (Wodka, Riesling, Maracuja, Ingwer, Orange, Vanille) – sensationell. In der Karte wird der Cocktail als „elegant“ und „verführerisch“ charakterisiert. Das trifft zu, beides.

Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Einrichtung, die ihresgleichen sucht – nicht nur in Berlin. Statt der üblichen dunklen Töne ist die Bar hell und licht. Viel Pastell und Holz.

Fazit: Wir sind hingerissen und hoffen, dass es dem Team gelingt, das Niveau zu halten.

Service: 9,5 Punkte

Ambiente: 10 Punkte

Qualität: 9,5 Punkte

Summe. 29 Punkte

 

LES NATIONS BAR

InterContinental Geneve, Chemin du Petit-Saconnex, 1209 Genf, Schweiz

Das Les Nations im Hotel InterContinental in Genf ist ein angenehmer Ort. Das moderne Grand Hotel, so verstehen sich das Haus offenkundig selbst, liegt zwischen der Innenstadt sowie der Genfer Messe und dem Flughafen. In dem modernen Gebäude befindet sich neben der Lobby und eine Treppe höher die in dunklem Holz und Leder gehaltene Bar.

Der Service ist schweizerisch: „tip top“. Wir versuchen den Bijou, ein Rezept von 1890. Die Zutaten: Tanqueray Gin, Green Chartreuse, Red Vermouth, Orange Bitters. Die Qualität ist bestenfalls in Ordnung. Wenn die Gespräche gut sind, fällt das nicht all zu sehr ins Gewicht. Etwas ausgewogener ist der Papa Double, der ebenfalls nach einem älteren Rezept von 1898 gemixt ist: Havana 3 years Rum, Maraschino liqueur, Grapefruit & Lime, Sugar.

Stets zu bedenken in Schweizer Lokalitäten: Der ortsübliche Preis, der lediglich von Spitzen-Bars in New York City und Shanghai übertroffen wird.

Qualität: 4,5 Punkte

Service: 5,5 Punkte

Atmosphäre: 7 Punkte

Summe: 17 Punkte