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THE HAT BAR

Lotte-Lenya-Bogen 550, 10623 Berlin

Die Musik in THE HAT ist nett. Lässiger Jazz. Der Tressen hat eine beachtliche Länge, auf der kleinen Bühne spielen gelegentlich Jazz-Musiker. Der Service ist sehr freundlich und die Auswahl an Schnäpsen sehr beachtlich.

Das Cocktailangebot hingegen ist eher beschränkt. „No shaken or stirred Cocktails.“ Wir versuchen den London Buck (Tangueray Gin, lemon juice, TH Spicy Ginger, drop of bittes, herbal & spicy). Guter Durchschnitt. Das gilt auch für den Horse’s Neck (Bullet Burbon, TH Ginger Ale, drop of bitters, oranmge oil).

Alles in allem kein Nepp. In dieser von Touristen hoch frequentierten Gegend ist das nicht zu verachten.

Qualität: 5 Punkte

Service: 7 Punkte

Atmosphäre: 6 Punkte

Summe: 18 Punkte

RED CORRIDOR

1822 Michigan Ave, Detroit, MI 48216, USA

Das ist kein Ort für Hipster, nichts für Weicheier und schon gar nicht für Geruchsempfindliche. Hier trinken die Detroiter, die alles er- und überlebt haben, die immer noch hier sind und die die Stadt offenkundig nach wie vor mögen. Das Red Corridor ist basic, ehrlich, kein Ort für falsche Komplimente. Hier wird frittiert was geht, Veggis haben einen schweren Stand. Auch von der Craftbeer-Bewegung hält man hier nichts.

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Erstaunlicherweise bietet die Karte aber eine Reihe von Cocktails von denen wir zudem noch nie im Leben gehört haben: The Red Corridor, Corcktown-Coffee, Burbon Blast, Honey here’s your Whiskey, Winter Mule, The Fizz, Sangria-2-Ways und Japalaneo & Cucumber Margaita.

Wir probieren ohne allzu große Erwartungen den Winter Mule (Whiskey, Housemade Cinnamon Simple Syrup, Lime Juice & Topped with Ginger Beer). Die Überraschung ist beachtlich: Kein schnell zusammen gegossenes Glas oder aufgebrezelter Longdring, sondern ein sorgfältig und wunderbar ausgewogen gemixter Cocktail, leicht, frisch und erfrischend. Zufall? Oder sitzen wir schlicht den eigenen Erwartungen auf?

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Zweiter Versuch: Der Red Corridor (Whiskey, Infused white Michigan Cherries, Lemon Juice, Cranberry Simple Syrup & Topped with Soda). Cranberries und Sierup, das könnte rasch zu süß werden, aber dieser Cocktail ist nicht zu süß, sondern kräftig und ausgewogen.

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Dritter Versuch: Der Corcktown Coffee (Butterscotch Liquer, Blarneys Irish Whiskey, Coffee & Topped with whipped Cream). Eine wilde Detroiter Adaption des Brandy Alexander, aber nicht kalt, sondern heiß serviert. Eigentlich geht das alles gar nicht und über die Kalorien muss man ohnehin schweigen. Aber der Drink ist schlicht eine Wucht. Er schmeckt rund, alle Zutaten sind spürbar, keine dominiert unangemessen – ein Erlebnis.

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Das Red Corridor – für uns die Überraschung des Besuchs in Detroit.

Service: 7

Atmosphäre: 7

Qualität: 7,5

Summe: 21,5      

BROOKLYN DINER TIMES SQUARE

155 W 43rd St, 10036 New York City, USA

Das Brooklyn Diner am Times Square bietet amerikanischen Standard. Ein wenig individueller als das Hard Rock Café, nicht so laut, sehr freundliche Bedienung und eine Speisenkarte mit allem was erwartet werden kann. Keine gehobene Küche, aber sehr guter Durchschnitt in bester Lage.

Auf der Karte finden sich auch einige Cocktails. Als „House Speciality“ wird The Glover Club angepriesen. Die Zutaten: junipero gin, lemon juice, cambord, simple syrup und egg white.

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Erfreulicherweise wird der Sirup nicht mit der oft üblichen amerikanischen Großzügigkeit dosiert, die die Drinks süß und klebrig werden lassen. Dieser Glover Club schmeckt so, wie erhofft: einfach und unkompliziert, ein leichter Sommercocktail für eine kurze Pause am lichtüberfluteten, die Reize bis aufs äußerste strapazierenden Times Square.

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Qualität: 7 Punkte

Service: 7 Punkte

Atmosphäre: 7 Punkte

Summe: 21  Punkte