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VODKABAR & BREAKFAST

  Skalitzer Straße 80, 10997 Berlin-Kreuzberg

Das Kottbusser Tor ist immer noch einer der touristischen Hotspots. Wildes Leben jeden Abend, die touristischen Grundbedürfnisse werden befriedigt durch Restaurants aller Art: arabisch, türkisch, indisch, asiatisch, Currywurst und um die Ecke das Ramones Museum – bunt, quirlig & alles im Berliner Shabby-Chic.

Die Vodkarbar passt gut in diese Umgebung. Der Schmuddellook ist schön und gediegen inszeniert. Konzert ist angesagt. Wir sind früh und hören dem Soundcheck zu: Ein Lautsprecher bringt den Background, live gespielt wird das Saxophon. Wir erwarten U-Bahn-Beschallung, aber schon nach den ersten Tönen wirk klar: Hier ist ein Könner am Werk.

„Jazz? Haben wir was verpasst? Kommt Jazz wieder?“ Der Musiker lächelt: „Jazz war nie weg.“ – „Aber Jazz ist doch eher fürs gesetzte Volk in Wilmersdorf.“ – „Jazz ist immer und überall.“

Zum Gespräch lassen wir uns einen Elyx Cup (Vodka, Basilikumsirup, Zuckersirup, frische Gurke, Prosecco) und eine Siberian Limonade (Vodka, Gin, Rum, Sanddorn Vodka, Lemon, Holundersirup) servieren. Der Elyx Cub ist leicht und erschfrischend, die Zutaten sind schön dosiert und harmonieren gut. Die Siberian Limonade ist starker Stoff – und nichts anderes wird versprochen. Doch den Trinker erwartet keine reine Alkoholschlacht, sondern ein gut gemixter Cocktail.

Bis zum Frühstück sind wir nicht geblieben, obwohl die Karte vielversprechend ist. Das holen wir gelegentlich nach. Für heute hatten wir großen Spass an einer Bar, in der des Geist des alten Berlin (West) noch zu spüren ist – American Sector! – und deutlich mehr geboten, als versprochen wird.

Qualität: 7,5

Service:7,5

Atmosphäre: 7,5

Summe: 22,5

MUTTER

Hohenstauffen Str. 4, 10781 Berlin

Mutter meint beides: Zum einen, so die Hompage, „eine Frau die ein oder mehrere Kinder geboren hat“ zum anderen „einen Teil der Schraube, der das Gewinde drehbar umschließt“. Die Bar und das Restaurant in Berlin Schöneberg, das sich diesen Namen gegeben hat, bietet eine der kuriosesten Inneneinrichtungen der Stadt. Lederstühle, die gut in Wiener Kaffeehaus passen würden, originell gestaltete Tische und Lampen, eine opulente Bar. Kulinarisch hat siuch die Mutter der Thai-Küche verschrieben, bietet die entsprechenden Standards und einige nicht ganz so üblichen Gerichte, natürlich eine Reihe davon vegetarisch und vegan, wie sich das in der Nähe des Winterfeld- und Nollendorfplatzes erwarten lässt, sowie einige Dutzend Cocktails.

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Wir kosten den Cucumber-Appletini (Gin, Holundersirup, Zitronensaft, Apfelsaft, Gurke) und den Tempest (Tequila, Mandarine, Cranberry, Zitronensaft, Orangensaft, Maracujasaft). Der Tempest ist opulent, reichlich, aber nicht überladen dekoriert. Er hat vielleicht ein wenig zu viele Cranberrys und gerät einen Tick zu süß, aber das ist fraglos Geschmacksache. Alles in allem ist er sehr gut gemixt, ausgewogen und schmeckt wunderbar.

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Mit dem Cucumber-Appletini gelingt dem Bartender an diesem Abend ein ganz Wurf. Er ist perfekt ausgewogen. Die Dosierung des Holundersirups gelingt perfekt und gibt dem Drink eine Eleganz, die ihresgleichen sucht. Der Cucumber-Appletini in der Mutter ist eine Entdeckung.

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Sehr gut ist auch der Service. Das Restaurant ist an diesem Abend gut gefüllt, aber die beiden Damen und der Bartender hinter dem Tresen, arbeiten mit einer bewundernswürdigen Gelassenheit und geraten auch nicht aus der Fassung, wenn am Nachbartisch ein Gericht individuell und filmreif angepasst wird: „Ich hätte gerne Menü Nummer 4, aber…“ und dann wird munter angepasst und kombiniert wie in dem Film „Harry und Sally“. Auch dann bleibt der Service freundlich gelassen und man bedauert es fast, dass der Service so flink ist, denn die Mutter ist großes Kino.

Qualität: 7,5 Punkte

Atmosphäre: 9 Punkte

Service: 8 Punkte

Summe: 24,5