Schlagwort-Archive: Frank Loyd Wright

TOP 100 COCKTAILBARS – Teil 1

100 Cocktails in 100 Bars. Warum machen wir das?

Weil es Spass macht, einmal pro Woche sich auf einen Cocktail an einen Tresen zu setzen, denen Drink zu nehmen, zu reden oder auch mal zu schweigen – und weil es uns immer wieder überrascht. Fast immer bleibt es bei einem Cocktail und der Besuch dauert selten länger als eine Stunde – das ist genau unser Format.

Die Bilanz der ersten 100 Cocktail-Bars ist erfreulich. Rund 70 Bars gefielen uns gut bis sehr gut. Besucht haben wir Zufallsfunde und zahlreiche der in Blogs, Zeitschriften Rankings hoch gelobten Top-Bars. Nicht selten erwiesen sie sich die Anpreisungen als Marketing.

Geachtet haben wir auf drei Dinge:

  • Hat es geschmeckt?
  • Wie war der Service?
  • Wie ist die Atmosphäre?

Für jede Kategorie gab es max. 10, in Summe also höchstens 30 Punkte.

Fünf Locations haben wir allerdings nicht bewertet, weil es nicht passte oder nicht fair gewesen wäre: SCHUMANN’S LES FLEURS DU MAL in München, die Fashion Bar in Berlin, das Historic Park Hotel und Fallingwater, beide von Frank Loyd Wright und in den USA sowie eine pauschale Betrachtung der New York Rooftop Bars.

Bars, die gar nicht zu uns gesprochen haben, gab es auch: vier der 100 Bars blieben unter 10 Punkten, je eine in Deutschland, Kuba, der Schweiz und in den USA.

Das Mittelfeld mit 10-20 Punkten umfasst 24 Bars.

In rund 70 Bars hat der Besuch gelohnt bis begeistert, das finden wir eine beachtliche Bilanz.

Teil 2 folgt.

 

FALLINGWATER

Pennsylvania, USA

Leider keine Bar – aber eines der wirklich großen architektonischen Wunder und wahrlich geeignet für einen guten Drink.

Von Washington DC Richtung Detroit auf dem Highway 79 geht es bei Morgantown auf die 119 North zum Bear Run Reserve. Mitten im amerikanischen Urwald liegt Frank Loyd Wrights Landhausvilla Fallingwater, 1935-37 erbaut für den Pitsburger Kaufhausbesitzer Edgar J. Kaufmann. Ein Museum in dem sie die Asche bewahren – nein, man betritt den Raum und spürt: Hier brennt das Feuer der Moderne. Hier gelingt die Synthese jener Wohnlichkeit, der Architektur um 1900 mit den radikalen Ansprüchen, die das Bauhaus formuliert und nicht immer überzeugend umgesetzt hat. Und hier auf dem Beistelltisch neben dem Kamin steht alles was es braucht – und bei den angebrochenen Flaschen handelt sich nicht um Getränke aus dem 20. Jahrhundert. Wir haben uns nicht getraut, etwas einzugießen. Aber der grandiose Raum und die hellen, verwegenen Terrassen – man möchte bleiben. Und wer wissen möchte, warum es hinter die Moderne kein zurück gibt: Fallingwater öffnet die Augen.

Qualität: leider nicht bewertbar

Atmosphäre: awesome

Service: hätten wir gekonnt

Summe: unvergleichlich