Hudson Bar

Elßholzstraße 10, 10781 Berlin

Die Hudson Bar, gut versteckt in einer Seitenstraße in Berlin-Schöneberg, hat eine der anspruchsvollsten und schönsten Barkarten des Landes. Umfangreich, mit zahlreichen kenntnisreichen Geschichten und einem Teil in japanischer Sprache, macht es großen Spass in ihr zu blättern und zu lesen.

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Der lange Tresen und die zahlreichen Sessel sind bequem und einladend, die Beleuchtung erzeugt eine sehr angenehme Atmosphäre und der wunderbar ausgewählte Jazz – all das sind beste Voraussetzungen für einen guten Abend. Der Service bedient zügig, wenngleich etwas wortkarg, doch Wasser und Baarfood kommen postwendend.

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Wir kosten unter anderem den Hudson Bay (Dry Gin, Kirschlikör, High Proof Rum, Orangensaft, Zitronensaft). Leider ist die Dosierung viel zu stark und die Mischung unausgewogen. Ein starker Drink war ja geordert, aber dieser Cocktail ist an der Grenze der Trinkbarkeit.

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Auch ein von der Begleitung gewählter Absinth-Cocktail gelingt nicht und bleibt stehen. Das ist sehr bedauerlich, denn, wie gesagt, die Atmosphäre ist wunderbar und weit überdurchschnittlich. Wir versuchen es noch mal.

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Qualität: 2 Punkte

Service: 6 Punkte

Atmosphäre: 9 Punkte

Summe: 17  Punkte

 

Lang Bar

Hardenbergstraße 28, 10623 Berlin

In der Lang Bar im Zoofenster im alten West-Berliner Zentrum, das sich im permanenten Umbau befindet, soll man sich „ein bisschen wie im Film“ fühlen, so die von der „RTL Radio Center Berlin GmbH“ betriebene Hommage „top10berlin.de“, auf der alles immer nur super ist. Was für ein Film? Die Homepage mein: „Smart gekleidete Barkeeper zelebrieren die Kunst der Cocktailzubereitung, wie sie aus dem legendären Luxushotel The Waldorf Astoria New York bekannt geworden ist, mit ein paar Berliner Extras!“

Aha. War der Barkeeper „smart“ gekleidet? Wir können uns an nichts Auffälliges erinnern. Wurde irgendwas „zelebriert“? Ja, die Preise. International mag das Niveau gängig sein, in Berlin bekommt man doppelt so gute Cocktails für zwei Drittel des Preises.

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Das Interieur ist in Ordnung, man sitzt angenehm und im Vergleich zu den meisten Hotelbars dieser Klasse durchaus überdurchschnittlich. Dekoration und die Karte spielen mit dem Namensgeber Fritz Lang, durchaus ansehbar.

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Verteilt über ein Jahr haben wird die Lang Bar drei Mal besucht und zum Beispiel den Astoria Cocktail (Old Tom Gin, Nolly Prat, Orange Bitter) gekostet, den Waldorf Cocktail (Old Oberhold Rye Whiskey, Bunt e Mes, Pernod Absinth, Whiskey Bitter) und noch einige andere Cocktails. Die Qualität war konstant mittelmäßig, keine Ausfälle, keine Highlights. Trinkbar, nicht mehr und nicht weniger. Der Name Fritz Lang verspricht etwas anderes.

Qualität: 6 Punkte

Service: 6 Punkte

Atmosphäre: 7 Punkte

Summe: 19  Punkte